#4 der Enduro World Series in Petzen Jamnica

Erstmals machte die EWS in Österreich halt und erstmals wurde sie gemeinsam von zwei Ländern – Slowenien & Österreich – ausgetragen. Da hieß es für uns schnell entschlossen sein und nach getaner Brotarbeit alles rasch in den Camper packen und abdüsen zur Petzen um den wagemutigen Damen und Herren der Enduroszene zujubeln zu können. 

Das Event wurde erstmals bravourös und tatkräftig von dem Black Hole Bike Festival Team aus Slowenien organisiert. Die zu fahrenden Etappen verteilten sich auf dem Bergmassiv der Petzen sowohl in Österreich, als auch in Slowenien. Die EWS Pezten – Jamnica setzte sich aus 6 Stages zusammen, die an 2 Tagen zu befahren waren. Im gesamten wurden 96.5 Kilometer zurückgelegt, davon waren 2.732 Höhenmeter und rund 5.028 Tiefenmeter zu erklimmen.

Am ersten Tag wurde in Petzen gestartet und nach Slowenien hinübergeradelt, wo schon die erste Stage „Blueberry“ mit 2.87 km Länge und 337,7 Tiefenmeter auf die Fahrer wartete. Hier gilt auch nomen est omen, denn der Streckenrand war gesäumt mit herrlich schmackhaften Heidelbeeren. Die Strecke selbst war im unteren Abschnitt eher mit feuchten, hängenden Wurzeln gesegnet, die dem ein oder anderen zum Verhängnis wurden.

 

 

Quasi gleich nebenbei ging´s dann für die Athleten ein Stück bergan und die zweite Stage den „Jungel“ mit 2,54 km Länge und 414,9 Tiefenmeter hinunter. Dieser war noch etwas hängender, gatschiger und wurzeliger, ein Sahnehäubchen also 😉

Zitat eines Rennteilnehmers, aufgeschnappt im Vorbeirauschen: „Where the fuck is the end!!!“

 

Im Anschluss daran gelangten die Fahrer über eine Verbindungsetappe zur letzten Stage des ersten Tages retour nach Österreich auf die Petzen zum „EWS Trail“ mit 6,05 km Länge und 1.083 Tiefenmeter.

Am zweiten Tag wurde abermals in Petzen gestartet und nach Slowenien übergesetzt und zwar zur vierten Stage „The Ridge“ mit 1,45 km Länge und 507,3 Tiefenmeter, die wirklich alle Schmankerl hatte (Steilstufen, Hangquerungen, Sprünge, Wiesenpassagen und ein flowiges Endstück). Durch einen stillgelegten Minenschacht führte eine Verbindungsetappe zur fünften Stage „Lost Goat“, wo die Fahrer, so fern sie wollten, auch ein Road Gap übersegeln konnten.

 

 

Die letzte Verbindungsetappe retour nach Österreich war steil und schweißtreibend. So war sicher der/die ein oder andere froh, die letzte Stage mit der Gondel erklimmen zu können. Am Plateau der Petzen wartete dann schon der mit Switchbacks gespickte Einstieg zur sechsten Stage „Thriller“ mit 6.05 km Länge und 1.083 Tiefenmetern. Diese wurde übrigens zur besten EWS-Stage des Jahres gekürt!

 


Für uns sind alle, die an diesem Rennen teilgenommen haben, echte, wahre Helden und Sieger, doch leider können immer nur drei am Stockerl stehen. So auch in Petzen. Bei den Herren fuhr Sam Hill den ersten Platz ein, dicht gefolgt von Martin Maes und an dritter Stelle gesellte sich Robin Wallner.
Bei den Damen ebenfalls keine Überraschung. An erster Stelle setzte sich Cecile Ravanel vor Isabeau Cordurier und Casey Brown durch.

Auch zwei Österreicherinnen durften wir am Stockerl bejublen: Yana Dobnig wurde zweite bei den U21 Damen und Birgit Braumann zweite bei den Women Masters 35+

Ein Top Event mit herausragenden Stages. Vor allem die Trails in Slowenien waren superfein und sind echt einen abermaligen Besuch wert. Nochmals große Anerkennung an und großen Respekt vor allen TeilnehmerInnen, welche die Stages in SLO und AUT geshredded haben 🙂 war echt kein Pemmerl 😉

 

 

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